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Digitalisierung im Maschinenbau – Chancen und Risiken

Die Digitalisierung macht auch vor der Investitionsgüterindustrie nicht halt und fordert insbesondere dem deutschen Maschinenbau immer mehr Anstrengungen und Innovationen ab. Dabei sind digitale Technologien für Unternehmen immer Chance und Risiko. Deutlich wird dies vor allem im vielbesprochenen Feld der Industrie 4.0.

Der Begriff ist zwar schon lange in aller Munde, doch fühlen sich bei weitem nicht alle Industrieunternehmen ausreichend auf die Veränderungen vorbereitet. So ergab eine Studie unter 200 österreichischen Unternehmen, dass die Entscheider die Unternehmenssituation auch ohne digitale Innovationen als stabil betrachten. Fraglich ist, wie lange sich Unternehmen in wirtschaftlich zunehmend schwierigen Zeiten halten können, die Investitionen in digitale Produkte aufschieben.

Wir möchten dies zum Anlass nehmen, um darüber zu sprechen, welche Chancen und Risiken sich aus der Digitalisierung für den Maschinen- und Anlagenbau ergeben.

 

Chancen:

  • Neue Umsatzströme: Digitale Produkte ermöglichen Maschinenhersteller neue, skalierbare Geschäftsmodelle, die zusätzliche Umsätze generieren
  • Serviceorientierung: Dienstleistung & Serviceerbringung wird in der Industrie immer wichtiger
  • Digitalisierung: Gute Maschinen werden durch digitale Zusatzlösungen noch besser
  • Kommunikation: Ein digitaler Kanal erleichtert die Kommunikation mit den Kunden

 

Risiken:

  • Hohe Kosten: Unterschätzte Aufwendungen für die Umsetzung der oben genannten Chancen
  • Expertise: Die Entwicklung nützlicher und hochwertiger Lösungen ist nicht einfach und erfordert viel digitales Know-how
  • Sicherheit: Maschinen und Anlagen digital transparent zu machen, ist mit Risiken in Hinblick auf den Schutz von geistigem Eigentum und Nutzungsdaten verbunden

 

Wir sehen also, dass sich die Risiken für Unternehmen in erster Linie aus mangelnder Erfahrung & Expertise bei der Entwicklung und Absicherung von digitalen Lösungen ergeben. Gleichzeitig sind die Chancen und Potentiale enorm. Wahrscheinlich ist die erfolgreiche Implementierung digitaler Leistungen für die Unternehmen der einzige Weg um sich zunehmend intensivierenden globalen Wettbewerb bestehen zu können. Dennoch zeigt sich, dass insbesondere die deutsche Industrie verhältnismäßig wenig in die Digitalisierung investiert.

 

Das Maschinenbauunternehmen Festo hat in einer durch die APA veröffentlichten Stellungnahme folgende drei Appelle formuliert mit dem die Chancen der Digitalisierung realisiert werden können.

  • Die Theorie von Industrie 4.0 praktisch auf den Boden bringen!
  • Keine Angst vor neuen Berufen!
  • Hingehen und weiterbilden!

 

Unsere Erfahrungen sind ähnlich: Wir empfehlen unseren Kunden und Interessenten mit einem digitalen Produkt zu beginnen, das bereits existiert und rasch implementiert werden kann. Meist ist es nicht notwendig, komplett neue technische Ansätze zu entwickeln, da im Markt bereits Lösungen existieren. Beispiele dafür sind etwa Partium, unsere Lösung zur Identifikation Bauteilen, und der Mobile Maschinen Assistent (MMA), mit dem Sie Ihre Maschinen schnell und effektiv digitalisieren können.

Mehr über unseren Digitalisierungsansatz erfahren Sie in unserem Webinar: „Digitale Produkte für Maschinenbauer“.

 

Quellen:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180913_OTS0049/industrie-ist-auf-digitalisierung-nicht-ausreichend-vorbereitet-anhaenge https://www.produktion.de/wirtschaft/maschinenbau-und-digitalisierung-eine-branche-im-zwiespalt-388.html
https://www.brunel.at/de-at/engineering-expertise/maschinenund-anlagenbau