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Wie Sie die Entstörung von Maschinen verbessern können

Maschinenbediener in modernen Produktionsumgebungen steuern zwischen 1 und 5 Maschinen des gleichen Typs. Diese Maschinen sind normalerweise mit einer speziellen Maschinensteuerung ausgestattet. Die Hersteller versuchen, die Anzahl der in der Produktion eingesetzten Maschinensteuerungen so gering wie möglich zu halten. Aus offensichtlichen Gründen: Unterschiedliche Systeme erfordern spezielle Schulungen, sind schwerer zu warten und lassen sich schwerer mit anderen Produktionssystemen verbinden.

Jedoch besteht jedes Mal, wenn eine neue Maschine von einem Hersteller gekauft wird, die Möglichkeit, dass die Maschine mit einer neueren oder etwas geänderten Version des Steuerungssystems geliefert wird. Unabhängig von der Version des Systems bietet fast keines der aktuellen Systeme der großen Zulieferer das Hochladen und Speichern von Dokumentationsmaterial. Im Falle einer Maschinenstörung, ist dies ein großes Problem:

Wenn die Produktion aufgrund einer Störung der Maschine oder Anlage stoppt, ist jeder damit beschäftigt, sie so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Wie sieht dieser Vorgang normalerweise aus?

 

1) Der Bediener erhält einen Alarm, dass etwas nicht stimmt

2) Er versucht Informationen aus dem Alarm abzulesen, zum Beispiel wo sich der Sensor befindet, der den Fehler meldet

3) Bediener oder Wartungspersonal versuchen, auf den fehlerhaften Bereich zuzugreifen

4) Sie werden versuchen, die Fehlerursache zu ermitteln

5) Wenn der Fehler nicht offensichtlich ist, muss die Dokumentation konsolidiert werden

 

Die Maschinensteuerung ist im Falle eines Maschinenfehlers bzw. einer Störung unbrauchbar. Höchstwahrscheinlich wird eine einfache Meldung ausgegeben und der Vorgang abgebrochen. Relevante Dokumentationen, die bei ungeplanten Ausfallzeiten hilfreich sein könnten, sind direkt an der Maschine aber so gut wie nie verfügbar.

 

„Industriemaschinen sind schwierig zu entstören. Sie bieten keine Animationen und Empfehlungen
für den Fall von ungeplanten Stillständen so wie beispielsweise Drucker oder Kopiergeräte.“

 

Wenn die oben genannten 5 Schritte nicht zur Wiederaufnahme des Maschinenbetriebs führen, rufen die Bediener oder das Wartungspersonal den Maschinenlieferanten bzw. den Maschinenhersteller an, um weitere Unterstützung zu erhalten. Der Hotline-Support bewertet die Störung in der Regel aus der Ferne, gibt Empfehlungen und liefert den elektrischen / hydraulischen Schaltplan der Maschine. Manchmal wird auch eine Videoverbindung über Sight Call oder ähnliche Anbieter hergestellt.

Bei neueren Maschinen ist eine Fernverbindung zur Maschinensteuerung möglich. Probleme sind jedoch selten mit Firmware oder Software verbunden. Oftmals werden diese durch falsche Parameter oder mechanische Fehler verursacht, die über den Zugriff auf die Maschinensteuerung nicht wirklich zu identifizieren sind.

Die Kontaktaufnahme mit dem Lieferanten wirft auch einige Fragen auf: Unterliegt die Maschine noch der Garantie oder nicht?
Kann der Anruf/Support in Rechnung gestellt werden oder ist er kostenlos?

 

„7/10 Service-Tickets werden vom Lieferanten nicht ordnungsgemäß in Rechnung gestellt.“

 

Am Ende dieses langwierigen Prozesses steht die voll funktionsfähige Maschine. Die Frage ist in der Regel, wie lange es dauern wird, wie viele Personen in den Prozess einbezogen werden und ob alle relevanten Informationen verfügbar sind.

Hier können intelligente Änderungen des Wartungsprozesses sowohl den Maschinenlieferanten/Maschinenherstellern, als auch den Maschinenbenutzern wirklich zu Gute kommen. Fast alles, was dazu beitragen kann die mögliche Fehlerursache und Hinweise zur Behebung des Problems zu lokalisieren, ist irgendwo verfügbar.

Wie wäre es also mit einem System, mit dem Maschinenbediener und Mitarbeiter aus Wartung & Instandhaltung zum richtigen Zeitpunkt auf die richtigen Informationen zugreifen können? Mobile Anwendungen für Tablets und Smartphones, wie zum Beispiel der Mobile Maschinen Assistent, können helfen. Diese Apps enthalten:

  • Verbindungen zur Maschinensteuerung und zum Maschinenzustandssystem (Condition Monitoring System)
  • Hydraulische, elektrische und allgemeine Pläne der Maschine in 3D, abgeleitet aus CAD-Daten

 

Im Fehlerfall erhält der Maschinenbediener einen Alarm auf sein Smartphone. Via App kann direkt auf die dort verfügbaren Informationen zugegriffen werden. Ein fehlerhafter Sensor kann  hervorgehoben werden, und der Benutzer erhält ein schnelles Verständnis über der betroffenen Maschinenteile und der wahrscheinlichen Ursache des Problems.

 

 

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